Das Tagebuch der Francis Dafoe führt Dich in die Welt des Mittelsalters. Bei dieser Denksportaufgabe erwachen die Urahnen des Grafens zu später Stunde. Kannst Du bei diesem Rätsel den jeweiligen Spuk dem jeweiligen Urahn zuordnen?
 Das Tagebuch der Francis Dafoe

16.April 1820
Wir hatten heute abend unsere vier neuen Freunde zu Besuch. Ich glaube du kennst sie noch nicht. Es sind wie Norris und ich zwei verliebte Pärchen; Ria Baran und Paul Falk sowie Maxie Herber und Ernst Baier. Sie passen irgendwie zusammen.
Ich weiß nicht, wer zuerst auf die Idee kam, doch werden wir morgen früh mit der Kutsche ins Grüne fahren. Dann werden wir weit vor den Toren der Stadt ein Picknick veranstalten. Der Kutscher Friedrich wird uns in aller Frühe hinbringen und abends wieder abholen. Das wird ein schöner Tag werden! Ich werde Dir morgen alles erzählen.
Bis dann.

17.April 1820
Ich kann es noch gar nicht fassen! Stell dir vor! Jetzt da ich diese Zeilen schreibe, befinde ich mich in einer alten Burg und werde in dieser auch die Nacht verbringen!
Wie geplant fuhren wir heute morgen mit der Kutsche aus, um einmal den Trubel der Stadt zu vergessen. Und vergessen hatte ich auch, wie schön die Wälder und Wiesen sein können.
Wie dem auch sei, gegen Abend wurde es langsam kühl und unsere Kutsche war weit und breit nicht in Sicht. Hatte Friedrich uns vergessen?
Wir entschieden uns, ihm entgegen zu gehen. Leider sollte es sich schon bald herausstellen, dass dies in Anbracht unseres mangelhaften Orientierungssinns wohl das verkehrteste war, was wir hätten tun konnten. Das Land, das links und rechts der Straße lag, auf der wir uns auf Schusters Rappen nach Hause begaben, kam uns mit der Zeit immer unbekannter vor. Wir schoben es auf die zunehmende Dunkelheit, doch als nach gut einer Stunde eine Burg in Sicht kam, stand auch für den letzten von uns fest, dass wir uns verlaufen hatten.
Die Situation war hoffnungslos! Es dunkelte, es war kalt und wo sollten wir schlafen?
Paul ist von uns immer der, der die Sachen anpackt, wenn sie kompliziert werden. Er war es dann auch, der auf die Idee kam, einfach mal in der Burg nachzufragen, ob wir in ihr übernachten könnten!? Gesagt, gefragt und vom Grafen eingeladen, sitze ich also nun in meinem kleinen Zimmerchen des adligen Wohngebäudes inmitten einer mittelalterlichen Ritterburg. Unsere sechs Gäste-Zimmer liegen auf dem gleichen Flur nebeneinander mit einem draumhaften Blick über die Bastion nach Norden.
Ich muss jetzt Schluss machen. Der Abend wird noch lang werden. Wir sind zum Essen eingeladen und ich muss mich deshalb noch ein wenig zurecht machen.
Bis morgen.



19.April 1820
Oh man, nie wieder!
Meine Hände zittern immer noch, wenn ich nur daran denke! Gestern konnte ich es dir noch nicht schreiben; in einem Zustand der Angst fühlte ich mich wie gelähmt und hätte nie und nimmer einen Buchstaben auf Papier gebracht! Doch heute will ich es dir mitteilen und meine letzten Erinnerungen - soweit vorhanden - aufschreiben.
Nach dem Essen begaben wir uns mit dem Grafen in die Bibliothek, um uns noch einen Drink zu genehmigen. Der Graf war ein sehr guter Gastgeber, der uns viel von sich und von der Geschichte der Burg berichtete. Dabei ging er auch auf seine sechs Ahnen ein, die uns in Form von Gemälden die ganze Zeit von der Wand aus zu beobachten schienen. Da waren Caspar, Enrico, Leopold, Luigi, Waldemar und Wladislaw. Ein wenig schaurig wurde es dann, als uns der Graf mit zunehmender Stunde erzählte, dass jeder Gast, der erstmalig auf der Burg verweilt, von je einem seiner Verblichenen in der ersten Nacht auf eine unterschiedliche Art begrüßt wird. Da wir sechs Personen wären, sei dieses auch sehr günstig; jeder der sechs Urahnen würde zum Zuge kommen und einen von uns besuchen. Der Graf entschuldigte sich im Vorfeld für die unruhige Nacht, doch sollten wir nicht in Sorge sein, denn seine Ahnen erschienen niemals gleichzeitig, sondern jeweils im Abstand von einer viertel Stunde, um nach dieser dann wieder zu verschwinden. Wir hielten dieses für ein gelungenes Schauermärchen, doch stellte sich schon bald der Wahrheitsgehalt heraus, als jeder in sein Zimmer ging, um sich zur Ruhe zu betten.
Zu meinem eigenen Schutz will und kann ich jetzt nicht mehr jede Kleinigkeit aus der sich anschließenden Nacht berichten und gebe dir nur eine grobe Zusammenstellung der Ereignisse. Sollte jemals ein anderer dieses Tagebuch lesen, mag er doch selber all die schrecklichen Details ermitteln. Viele von uns haben mehr schlecht als recht geschlafen (ich selber nur drei Stunden!). Beim Frühstück hörte ich, dass manch eine Person nur eine Stunde geschlafen hätte; manch andere Person mit sechs Stunden Schlaf aber weniger zu erschüttern war.
Wir sind froh heute wieder daheim zu sein.

Bei Paul spukte es um 0.45 Uhr.
Ernst hat zwei Stunden weniger geschlafen als Ria.
Enrico erschien direkt nachdem der Geist bei Maxie verschwand.
Die Person im östlichsten Zimmer hat nur zwei Stunden geschlafen und zwei Zimmer weiter links knarrte die Tür.
Um Mitternacht spukte der Geist derart, dass bei ihm die Person nur noch vier Stunden schlafen konnte.
Wladislaw spukte direkt neben dem Zimmer, wo das Bett sich drehte.
Die Person, bei der der Urahn erst um 1.15 Uhr erschien, hat drei Stunden weniger geschlafen als die Person im zweiten Zimmer von links.
Mein Freund Norris nächtigte drei Zimmer rechts von dort, wo der Spuk um 0.15 Uhr begann.
Aus einem Zimmer ertönte das Rasseln von Ketten 45 Minuten vor oder nach dem Erscheinen des Urahns, der in dem Zimmer spukte, welches der Kapelle am nächsten lag.
Waldemar spukte direkt in dem Zimmer rechts von der Person, wo der Spuk um 0.30 Uhr begann.
Die Person, die von Wladislaw besucht wurde, hat drei Stunden weniger geschlafen als die Person, bei der der Urahn fürchterlich schrie aber länger als die Person, bei der Caspar spukte. Dieser erschien drei Zimmer rechts von dem Zimmer, in dem Luigi sein Unwesen trieb.
Der Geist, der die Sachen von den Schränken auf den Boden schmiss, spukte zeitlich direkt vor dem Urahn, bei dem die Person nur fünf Stunden in der Nacht schlafen konnte.
Ein Geist hatte sich auf das Schneiden von Grimassen spezialisiert.



AttributeMerkmale
des Grafen's GästeFrancis Dafoe; Norris; Ria Baran; Paul Falk; Maxie Herber; Ernst Baier
die erlangten Stunden an Schlaf1; 2; 3; 4; 5; 6
des Grafen's UrahnenCaspar; Enrico; Leopold; Luigi; Waldemar; Wladislaw
das Erscheinen des Geistes0.00 Uhr; 0.15 Uhr; 0.30 Uhr; 0.45 Uhr; 1.00 Uhr; 1.15 Uhr
Art des Spuksfürchterliche Schreie; Bett drehen; Knarren der Tür; Rasseln von Ketten; Sachen auf den Boden schmeißen; Schneiden von Grimassen

Hinweis: Die Betrachtungsweise bzgl. links und rechts bleibt bei allen Hinweis gleich (also immer gleich Osten bzw. Westen).